Internationaler Torwart-Kongress an der Leipziger Sportschule ein voller Erfolg

von Rabe Alexander

Über 120 Teilnehmer aus mehr als zehn Ländern besuchten 2014 den Internationalen Torwart-Kongress. In Kooperation mit dem Sächsischen Fußball-Verband fand der 7. IGC an der Sportschule Egidius Braun in Leipzig statt – sehr zur Freude von Schirmherr Andreas Köpke: „Ich finde es super, dass wir hier an der Sportschule sind, weil es sehr viele Vorteile hat: Wir sind direkt auf dem Platz, können die Räumlichkeiten nutzen für den theoretischen Teil und haben damit ganz kurze Wege. Außerdem ist das Team der Sportschule wirklich super und hilfsbereit.“

Seit 2008 treffen sich beim Internationalen Torwart-Kongress jährlich Torhüter, Torwart-Trainer und Interessierte. An zwei Tagen referieren, diskutieren und trainieren hochkarätige Referenten und Teilnehmer aus allen Ligen im In- und Ausland in Theorie und Praxis, um die Position und das Training des Torhüters immer weiterzuentwickeln. Zu den Referenten zählten 2014 neben dem zweifachen Weltmeister Andy Köpke auch Weltenbummler-Keeper Lutz Pfannenstiel, Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler, HSV-Urgestein Claus Reitmaier und Kristian Barbuscak, ehemaliger Nationaltorwarttrainer von Kasachstan.

„Es ist immer wieder interessant und es wird immer besser, professioneller und schöner und man nimmt immer etwas mit. Es ist super, sich mit Torwarttrainer-Kollegen auszutauschen und sehr informativ“, so Claus Reitmaier. Auch Walter Eschweiler war begeistert: „Ich finde das wunderbar und kann Andy Köpke und sein Team nur beglückwünschen. Ich hoffe, dass in den nächsten Jahren der Kongress auch international noch präsenter und von der FIFA unterstützt wird.“

Diskussionsschwerpunkte waren unter anderem das moderne Torwartspiel, die Torhüterleistungen während der WM 2014, sowie neue Trainingstechnologien und Analyse-Tools. Das Highlight war für die meisten Teilnehmer allerdings die Diskussion zum Bereich Mental Coaching, an der auch Teresa Enke, Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, teilnahm. Für Teresa Enke ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: „Das bedeutet für mich, dass das Thema angekommen ist, dass den Trainern bewusst ist, wie wichtig die mentale Stärke ist und dass man auf den Sportler eingehen muss. Das zeigt mir, dass die Robert-Enke-Stiftung ernst genommen wird und dass psychische Probleme im Profi-Sport eine Plattform bekommen.“

Neben den theoretischen und praktischen Einheiten ist der wichtigste Punkt des Internationalen Torwart-Kongresses aber der Austausch zwischen Profis und Amateuren. „Der Torwart-Kongress soll kein Elite-Forum sein. Vielmehr kommen hier ehemalige Profis oder aktuelle Torwart-Trainer aus dem Profi-Bereich und viele Torwarttrainer aus dem Ausland und aus unteren Ligen zusammen. Auch wir können von Amateur-Torwarttrainer Wichtiges lernen, aufgreifen und ins Training einbauen. Von daher ist es super, dass vom Jugendtrainer über den Amateurtrainer bis zum Bundesligatrainer alles mit dabei ist.“ betont Moderator Lutz Pfannenstiel.

Der Internationale Torwart-Kongress hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution entwickelt. Der 8. Internationale Torwart-Kongress wird im kommenden September ebenfalls an der Egidius-Braun-Sportschule stattfinden.

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